29.04.2011 : HÄLT ER ODER FÄLLT ER ?
mit dieser frage werden wir sehr häufig konfrontiert. bei sturm, nassschnee? ohne jegliche anzeichen im vorfeld? es gibt möglichkeiten die stand- und bruchsicherheit von bäumen zu bestimmen. diese tage hatten wir es mit riesen linden, kastanien, eichen und platanen zu tun. bei den üblichen baumkontrollen die wir jährlich durchführen, zeigten etliche dieser groß-bäume offensichtliche defekte am stamm-, wurzel- oder kronenbereich. somit wurden, je nach schwierigkeitsgrad der "verletzungen" die wir visuell festgestellt haben, verschiedenste spezial-geräte (resistographen, schalltomographen ...) zur bestimmung der bruch- und standsicherheit eingesetzt. bei einer wirklich "stattlichen alten dame" haben wir aufgrund der schädigung im wurzelbereich (sichtbare pilzfruchtkörper des wulstigen lackporlings) einen zugversuch (elasto-inclino methode) durchgeführt. hierbei wird ein statisches seil am beschädigten baum befestigt und per seilzug mit einem widerlager, welches hier ein lkw war, verbunden. mit steigerung der spannung wird mit einer digitalen kraftmessdose (forcemeter) die zugkraft ermittelt. durch die eingeleitete last verbiegt sich der stamm und der stammfuss wobei die angebrachten sensoren die stauchungen und streckungen der stammfasern (elastometer), sowie die neigung des stammfußes (inclinometer) messen. die daraus resultierenden daten werden über bluetooth an einen rechner weitergeleitet und mittels einer windlastanalyse (die orkanstärke annimmt) einer spezialsoftware berechnet und ausgewertet. all diese mechanischen und digitalen eingriffe stellen nur einen teil der belastungen dar, die bei einem orkan auftreten, folglich wird der baum nicht geschädigt. resultat bei dieser linde: trotz der faulstellen an der kronenbasis, ausladender seitenäste mit ungünstiger astanbindung, ausgedehnten fäulen im stammfuss- und wurzelbereich und schädigungen der wurzeln bei vergangenen baumaßnahmen, ist dieser baum eingeschränkt bruch- und standsicher. was heißt: mit einer minimalen kroneneinkürzung um 10% und ein paar dynamischen kronensicherungen wird uns dieses naturjuwel noch viele jahre erhalten bleiben.
 

© GEHÖLZ christoph ölz 2017 
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